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Historie

 
 
 

Der Bulldog gehört zu den ältesten Rassen. Sein Alter, seine Herkunft und die Anfänge der Reinzucht sind bekannt und belegbar. Bereits 95 v.Chr. berichten die Römer von molossoiden, doggenähnlichen Hunden, die auf den britischen Inseln gehalten wurden.

 

Um 1209 entdeckten die Engländer dann das Bullen Rennen, das Bull-Baiting, das Bear-Baiting, den so genannten Bloodsport. Dieser begeisterte die Massen bis zur ersten Hälfte von 1800 als Volkssport und Jahrmarktsbelustigung. Die verwendeten Bulldoggen werden als klein bis mittelgross, massig, athletisch, ausdauernd mit starkem Vorbiß, zurückgesetzter Nase und tollkühnem Wesen beschrieben. Erstmals im Jahre 1631 taucht der Name Bulldog wie wir ihn heute kennen, in einem Brief auf, in dem Mr. Eaton aus Spanien an Mr. Willingham aus London schrieb und dort unter anderem um ein paar gute Bulldogen bat. Schon damals wurden diese Hunde exportiert.

 
 
 

1835 wurde das Bullenbeissen verboten und die Rasse wurde sozusagen arbeitslos. Niemand wollte mehr so einen Hund und fast wäre er sogar ausgestorben. Nur ganz wenige Leute hielten noch an ihrer Liebe zum Bulldog fest und versuchten durch Zuchtbemühungen den Weg zu ebnen vom angriffslustigen Kämpfer zum liebevollen Familien- und Ausstellungshund. Das war auch bitter nötig, denn die Bulldoggen genossen einen so schlechten Ruf in diesen Zeiten, dass sie zu den ersten Hundeausstellungen ab 1856 anfangs nicht zugelassen waren.

 

Das berühmte Bulldogbild von A. Copper aus dem Jahre 1816 zeigt den ab 1840 erstrebenswerten Zuchttypen. Crib und Rosa, Crib war Rosa´s Sohn und wurde Stammvater der vier ältesten Bulldog-Linien. Beachten Sie die Anatomie, die mit ein wenig Phantasie heute noch als perfekt anzusehen ist.

 
 
 

1860 gab es auf der grossen Birmingham Hundeshow erstmals Bulldoggen zu sehen. Der 1864 geborene falbfarbene “Adam” wurde als erster seiner Rasse ins Kennel Club Zuchtbuch eingetragen. 1894 erfolgte der offizielle Sturz des Rosa Rasseideals und das Schicksal nahm seinen Lauf bis heute zum total veränderten und oft auch sehr kranken, zumindest aber ein in seiner Lebensqualität schwer eingeschränkter Bulldog, dessen Zucht in einigen Ländern als Qualzucht bereits verboten ist.   

 
 
 

Oben Bulldogtyp um 1920, rechts die gravierende Veränderung von 1800 bis heute.

 
 
 
  
  
 
 

1971 schliesslich begann Mr. David Leavitt aus Pennsylvania, USA nach den Richtlinien eines Rinderzuchtprogramms der University of Ohio mit der Re-Kreation der Rasse Olde English Bulldogge. Er war ein grosser Liebhaber der Rasse, jedoch waren die Hunde viel zu kurzatmig und ihr Zucht-, Gebär- und Brutverhalten völlig degeneriert. Mr. Leavitt wollte seinen Bulldoggen mehr Lebensqualität geben und das war und ist sein erklärtes Zuchtziel. Er ist heute Chairman der Leavitt Bulldog Association.

 
 
 

Mr. David Leavitt

 
 

Mr. Leavittt ist der Gründer dieser Rasse. Miss Linda Hermes gilt als Gründerin der schwereren Hermes Linie und nur diese beiden Linien sind Olde English Bulldogs. Es gibt dann noch die Olde Victorian Bulldogge, die auch größer und schwerer ist. Die verschiedenen Bulldog-Schläge variieren sehr stark in Aussehen und besonders in Grösse und Gewicht. Mr. Leavitt züchtet heute nicht mehr, Miss Linda Hermes züchtet noch.

 

Rechts Birchwood Kennels ist einer der Pioniere der Olde English Bulldogge, ebenso Richard Martin (RicAlis) und Mike Walz (Mike Walz).

  
 
 

R. Schneider, Birchwood Kennels

 

Der Original Olde English Bulldog ist nunmehr seit mehr als 35 Jahren (das sind unzählige Hundegenerationen) eine Rasse, sein Aussehen ist weitestgehendst gefestigt und seine Gesundheit und Alltagstauglichkeit lassen im großen und ganzen keine Wünsche offen. Inzwischen ist er weltweit eine vom United Kennel Club anerkannte Rasse mit festgelegtem und bei der UKC und der American Rare Breed Association hinterlegtem Standard. Rassebetreuende Vereine sind der Olde English Bulldogge Kennel Club und die Leavitt Bulldog Association in den USA und der Olde Bulldogge Club Europe in Europa.

 
 
 

Greg Scoucher - Boneshaker Kennels, USA

 

Es gibt inzwischen viele Arten von Alternativ Bulldoggen, die auch nette Hunde sein mögen, ABER ES SIND KEINE OLDE ENGLISH BULLDOGS, sondern Mischlinge aus American Bulldogs, English Bulldogs, Bordeaux Doggen, Molossern und Terrien und diese sind nicht gesünder als die Ursprungsrassen und es sind weder wesensmäßig noch vom Typ her gefestigte Hunde, es sind Überraschungseier, die nicht aus Passion gezüchtet werden, sondern aus Profitgier vermehrt werden. Auch der Renascence Bulldog ist kein Olde English Bulldog, sondern kann allenfalls in das große Heer der Alternativ Bulldoggen eingereiht werden. 

  

Gr.Ch.,Dt.Ch.,Dt.Jgd.Ch.,LGK`s Pirate LaFitte(Bes.Castlebulls)

 
   
 

Wir im OBCE kreuzen keine anderen Rassen in den OEB ein, es gibt ein Outcrossprogramm, das betrifft jedoch nur gesunde English Bulldogs, und wenn wir gesund sagen, dann wissen wir es auch, da die bei uns verwendeten Zuchttiere auf HD und ED geröntgt werden, und auf Krankheiten des Herzens und der Atemorgane, der Haut, der Augen, der Wirbelsäule und auf Patella Luxation untersucht werden. Weiterhin müssen zur Zucht verwendete Hunde eine Zuchttauglichkeitsprüfung absolvieren, eine Ausstellung besucht haben und auch wesenfest sein, dh. keine Agression aufweisen gegen Menschen, Kinder oder andere Tiere. Selbstverständlich müssen alle Zuchttiere dem Standard entsprechen.

 
 
 

Original OEB Welpen

 

www.castlebulls.de

Bilder und Texte entnommen vom OBCE.Vielen Dank.